Hallo Sabine... Um es anders auszudrücken, gibt es (gab es immer schon) mehrere Sprachebenen - und heutzutage wird die unterste politisch bzw. medienmäßig bevorzugt. Wem dabei gedient sein soll, steht in den Sternen. Von meinem Standpunkt aus gesehen übersetze ich von Sprache X nach Sprache Y, wie wir es alle tun, und gegebenenfalls nach bestimmten Vorlagen bzw. Wünschen - in manchen Fällen aber (es liegt mir gerade einer vor) hätte ich besser die Arbeit abgelehnt, als wie mich mit sogenannten qualitativen Beanstandungen auseinanderzusetzen. Da quält man sich stundenlang mit Sätzen ab, die weder Kopf noch Fuß haben und dazu rein sprachtechnisch gesehen inhaltslos sind, weil der ursprüngliche Scheiberling sich interessant machen wollte. Und im Endeffekt wird der Vorwurf geäußert, die Übersetzung an für sich wäre totale S******** gewesen. Ich sehe die Entwicklung der Sprache nach unten und kann sie, wie Du es gesagt hast, nur bedingt bekämpfen. Auf persönlicher Ebene kann ich mich sogar darüber ärgern, als Übersetzer jedoch fasse ich ab heute den Entschluß, mich nicht mehr dieser demagogischen Schreibelei zu befassen, außer man würde 1 Euro pro Wort bezahlen und mir für eine Übersetzung von 1.000 Wörtern sechs Monate Zeit lassen. Laurent
[Edited by Laurent J Krauland on September 25, 2008 3:22 AM]
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